Das neue Evangelium (The new Gospel) (2020)

  • OmdU, OmeU, Drama
  • 1h 47m

Mousonturm und Lichter Filmfest präsentieren

Was würde Jesus im 21. Jahrhundert predigen? Wer wären seine Jünger? Regisseur Milo Rau („Das Kongo Tribunal“) kehrt in der süditalienischen Stadt Matera zu den Ursprüngen des Evangeliums zurück und inszeniert es als Passionsspiel einer Gesellschaft, die geprägt ist von Unrecht und Ungleichheit. Gemeinsam mit dem Politaktivisten Yvan Sagnet, der Jesus verkörpert, erschafft Rau eine zutiefst biblische Geschichte. Nach Jesus‘ Vorbild kehrt Yvan als „Menschenfischer“ in das größte der Flüchtlingslager bei Matera zurück. Unter den dort Gestrandeten, findet er seine „Jünger“. Verzweifelte, die über das Mittelmeer nach Europa gekommen sind, um auf den Tomatenfeldern Süditaliens versklavt zu werden und dort unter unmenschlichen Bedingungen in regelrechten Ghettos hausen – allein in Italien sind das mehr als 500.000 Menschen. Gemeinsam mit ansässigen Kleinbäuerinnen und -bauern begründen sie die „Revolte der Würde“ („The Revolt of Dignity“), eine politische Kampagne, die für die Rechte von Migrantinnen und Migranten kämpft.

Director

Milo Rau

Producer

Arne Birkenstock

Producer

Olivier Zobrist

Sound

Marco Teufen

Sprachen

French, Italian, English

Untertitel

English, German

Länder

Germany, Switzerland, Italy

Studios

Fruitmarket, Langfilm&IIPM, SRF Schweizer Radio und Fernsehen

Bonusinhalt

Migration Gestalten - Beitrag zum Programm des Lichter Filmfest

In unserem Auswahlprozess für das internationale Programm, das in diesem Jahr unter dem Motto “Wandel” stand, wurde schnell klar, dass “Migration” eines der wiederkehrenden Themen des Programms sein würde. Migration steht für Veränderung im wahrsten Sinne des Wortes: Die Erfahrung der Migration verändert nicht nur den Lebensstil, sondern auch die Mentalität eines Menschen drastisch. Deshalb haben wir in diesem Jahr acht Filme im Programm, die sich explizit mit diesem Thema beschäftigen. Zu dieser Auswahl sprechen wir mit Doris Peschke, Referentin und Projektleiterin von “Wege in die Legität” des Diskonischen Werkes Hessen. Sie erzählt uns in 20 Minuten einige grundlegende Informationen über die heutige Migration in Europa und ihren Vorschlag, den Fokus nicht auf eine Politik der Rückführung von Migranten zu legen, sondern auf eine Politik der unkomplizierten und menschenwürdigen Migration.

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